Mycolation: Aus Textilabfall wächst Zukunft.
- Angelika Hierzer
- vor 2 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
Mycolation entwickelt zirkuläre Isolierplatten aus Alttextilien und Pilzmyzel – und zeigt, wie aus einer ersten Idee Schritt für Schritt ein Gründungsvorhaben wird.

Was wäre, wenn aus dem, was wir heute wegwerfen, morgen ein neuer Baustoff entsteht?
Mycolation arbeitet daran, Textilabfälle in ein neues, nachhaltiges Baumaterial zu verwandeln.
Noch ist Mycolation kein gegründetes Unternehmen. Das Team befindet sich mitten in der Validierungsphase. Genau deshalb ist die Geschichte spannend: Hier entsteht etwas mit Potenzial – und gleichzeitig gibt es noch viele Fragen, die beantwortet werden müssen.
1. Alles beginnt mit einem Problem.
Nach Angaben des Teams landen in Österreich jährlich rund 90.000 Tonnen Textilabfälle im Restmüll – das entspricht etwa 15 Kilogramm pro Person. Gleichzeitig werden für Gebäude große Mengen an Dämmmaterial benötigt. Viele konventionelle Dämmstoffe sind in Herstellung und Entsorgung energieintensiv und mit CO₂-Emissionen verbunden.
Mycolation bringt diese beiden Herausforderungen zusammen:
Wie können wir Textilabfälle sinnvoll weiterverwenden – und daraus gleichzeitig ein Material für nachhaltigeres Bauen entwickeln?
2. Wenn Textilien auf Myzel treffen.
Die Idee von Mycolation ist ungewöhnlich: Alttextilien werden mit Pilzmyzel kombiniert und sollen so zu zirkulären Isolierplatten werden.
Myzel ist das feine Geflecht, das den Vegetationskörper eines Pilzes bildet. Bei Mycolation soll es die aufbereiteten Textilfasern miteinander verbinden und so einen stabilen Verbundwerkstoff entstehen lassen.

Aus einem Material, das andernfalls entsorgt würde, könnte damit ein neuer Werkstoff für die Bauindustrie entstehen. Im Rahmen der laufenden Validierung untersucht das Team unter anderem Eigenschaften wie Feuerresistenz, Feuchtigkeitsbeständigkeit und Schallabsorption. Auch Kreislauffähigkeit, Energieeinsatz und der Verzicht auf chemische Additive spielen bei der Entwicklung eine Rolle.
Wichtig: Mycolation befindet sich noch in der Validierungsphase. Ob sich die angestrebten Eigenschaften im gewünschten Umfang bestätigen, ist Teil der laufenden Entwicklung. Auch Aussagen zu Umweltwirkung, Produktionskosten und Marktpotenzial sind derzeit als Annahmen bzw. bisherige Berechnungen des Teams zu verstehen.
3. Aus einer Idee wird ein Gründungsvorhaben.
Hinter Mycolation steht ein Team von Studierenden der Montanuniversität Leoben, die sich über ihr gemeinsames Studium kennengelernt haben.

Doch zwischen einer interessanten technischen Idee und einem möglichen Unternehmen liegen viele Schritte. Neben der Entwicklung des Materials geht es deshalb auch darum herauszufinden, welches konkrete Problem damit gelöst werden kann, wer das Material später einsetzen könnte und ob daraus ein tragfähiges Geschäftsmodell entstehen kann.
[PLATZHALTER – Wie ist die Idee zu Mycolation entstanden?]
[PLATZHALTER – Wie kam das Team auf die Kombination aus Alttextilien und Pilzmyzel?]
[PLATZHALTER – Was war bisher die größte Herausforderung?]
4. Von „Entdecken“ zu „Validieren“.
Im Mai 2025 kam Mycolation zum ZAT. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Vorhaben noch in der Phase Entdecken.
Seitdem wurde die Idee Schritt für Schritt weiterentwickelt. Gemeinsam wurde am Businessplan gearbeitet, erste Laborversuche wurden ermöglicht und das Team erhielt Unterstützung bei der technischen und unternehmerischen Entwicklung.
Zur bisherigen Begleitung gehören:
✓ Coaching und individuelle Begleitung
✓ Entwicklung des Businessplans
✓ Infrastruktur für erste Laborversuche
✓ externe Beratungen und Workshops
✓ Unterstützung bei der Validierung des Vorhabens
Ein besonderer Meilenstein folgte ebenfalls 2025: Mycolation gewann MUL:Idea 2025 im Track Studierende.

Der nächste Schritt war damit aber nicht automatisch die Gründung. Stattdessen ging es darum, die bisherigen Annahmen genauer zu überprüfen.
5. Jetzt muss die Idee zeigen, was in ihr steckt.
Heute befindet sich Mycolation in der Validierungsphase.
Das bedeutet: Was bisher in ersten Versuchen funktioniert oder auf Berechnungen und Annahmen basiert, muss nun systematisch überprüft werden.
Dazu gehören unter anderem:
Materialeigenschaften und Dämmwerte
Umweltwirkung und CO₂-Bilanz
Herstellungsprozess und Skalierbarkeit
mögliche Anwendungsbereiche
Marktbedarf und potenzielle Zielgruppen
Als möglichen Zielmarkt sieht das Team insbesondere Bereiche wie nachhaltiges Bauen und Wohnraumsanierung.
Ob und in welcher Form daraus letztlich ein marktfähiges Produkt entsteht, ist bewusst noch offen.
Denn beim Validieren geht es nicht darum, zu beweisen, dass eine Idee funktioniert. Es geht darum, herauszufinden, ob sie funktioniert.
6. Was das Team antreibt.
Hier würde ich die persönliche Ebene bewusst stärker werden lassen. Statt weiteren erklärenden Textes würde ich mit zwei echten Aussagen des Teams arbeiten:
„[PLATZHALTER – Zitat des Teams zur Idee, Motivation oder dazu, warum sie an Mycolation arbeiten.]“– Team Mycolation
„[PLATZHALTER – Was hat euch die Begleitung durch das ZAT bzw. Startup Center Leoben bisher gebracht?]“– Team Mycolation
7. Was als Nächstes kommt.
Mycolation ist noch nicht am Ziel – und genau darum geht es in dieser Phase.
Aktuell arbeitet das Team daran, die technischen, wirtschaftlichen und marktbezogenen Annahmen hinter der Idee weiter zu überprüfen und aus den Ergebnissen die nächsten Entwicklungsschritte abzuleiten.
Aktueller Stand
[PLATZHALTER – Woran arbeitet das Team aktuell konkret?]
Nächster Validierungsschritt
[PLATZHALTER – Was wird als Nächstes getestet oder untersucht?]
Langfristige Vision
[PLATZHALTER – Welche Wirkung möchte das Team mit Mycolation langfristig erzielen?]
Mycolation zeigt damit sehr schön, wie Gründung tatsächlich beginnen kann: nicht mit einem fertigen Unternehmen, sondern mit einer Idee, vielen offenen Fragen und der Bereitschaft, Antworten darauf zu finden.



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